Historie Lippische

Historie der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt

1752Gründung und somit einer der ältesten Versicherer Deutschlands
In den meisten Häusern befand sich der offene Herd in der Dehle und die Dächer waren strohgedeckt - es kam häufig zu Bränden. Deswegen reagierte Graf Simon August und führte als Maßnahme gegen die Verarmung der Bevölkerung die "Brand-Assecurations-Ordnung" ein. Alle Gebäude in Lippe mussten in Folge versichert werden. Die Versicherungssumme konnte allerdings noch vom Eigentümer selbst bestimmt werden.
1876Erlass des "Gesetzes der Brandversicherungsanstalt für das Fürstentum Lippe betreffend"
Bis heute gültige Grundsätze der Versicherungswirtschaft werden eingeführt:
  • Gebäude müssen zum vollen Wert versichert werden.
  • Nicht nur Schäden durch Feuer, sondern auch Folgeschäden durch Löscharbeiten werden übernommen.
  • Blitzschlag gilt als versichertes Ereignis.
1924Erlass des "Gesetzes über die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt" durch den Lippischen Landtag
1948Die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt (LLB) bleibt öffentlich-rechtlich
Durch die Verwaltungs- und Strukturreform nach Ende des 2. Weltkriegs gehen die Rechte und Pflichten gegenüber der LLB auf den neu geschaffenen Landesverband Lippe über.
1992Ende des Monopols
Mit Beschluss vom 18. Juni 1992 schafft die Europäische Union die jahrhundertealte Pflicht- und Monopolversicherung ab. Somit gilt auch im Kreis Lippe für die Gebäude-Feuerversicherung der freie Markt.
Der öffentlich-rechtliche Auftrag der LLB bleibt erhalten
2002Die LLB wird 250 Jahre alt
Sie ist damit eines der ältesten öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen der Bundesrepublik.
2009 bis heuteÜbergang der Gewährsträgerschaft an die Provinzial Rheinland
Die Gewährsträgerschaft geht vom Landesverband Lippe auf die Provinzial Rheinland über. Der überregionalen Entwicklung auch im Versicherungsmarkt wird Rechnung getragen. Das Unternehmen richtet sich auf den wachsenden Markt und die Herausforderungen des modernen Wettbewerbs aus.

Nach wie vor arbeitet die Lippische als öffentlich-rechtlicher Versicherer zum gemeinen Nutzen unter Ausschluss von Erwerbszwecken.

Institutionen wie die Feuerwehren im Kreis Lippe werden weiter unterstützt.

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